Träumen

Na, gut geschlafen, heute Nacht? Oder ist euer Leben ein blanker Albtraum? Bevor ihr wieder ins Tagträumen driftet, hier einige interessante Facts zum Träumen!

Was ist träumen und warum tun wir es? 

Träumen ist ein subjektives Erlebnis während des Schlafens, das nicht direkt greifbar ist. Man kann sich im Nachhinein nur durch den Traumbericht an den Traum erinnern. Die Fähigkeit, sich morgens an Träume zu erinnern, ist verschiedenen Studien zufolge sehr unterschiedlich. Außerdem weiß man auch nicht genau, ob man jede Nacht träumt. 

Aber eins ist gewiss: Das Gehirn und das Bewusstsein schlafen nie! 

Träume wissenschaftlich gesehen: 

Wenn die Sonne untergeht, schüttet unser Körper wegen Lichtmangel das Hormon Melatonin aus. Dieses Hormon bewirkt, dass wir schlafen wollen, außerdem schlägt das Herz langsamer und wir frösteln- kurz gesagt: Unser Körper will uns zum Schlafen bringen. Das Gehirn fährt langsam herunter und unsere Gedanken werden ruhiger. Um dann richtig einschlafen zu können, sperrt unser Hirn die Weiterleitung von Informationen, also zum Beispiel Geräusche. Nur extreme Gefahrengeräusche werden durchgelassen, deshalb hören wir auch unseren Wecker (er ist eben sehr laut). Nach 30 Minuten kommen wir in den Tiefschlaf, in welchem Wunden heilen oder auch Haare wachsen. Außerdem werden Informationen sortiert, die wir tagsüber gesammelt haben. Dann wechselt der Körper in eine Art leichten Schlafmodus, in dem wir uns auch mal umdrehen oder vielleicht sogar aus dem Bett fallen. Wenn wir in die REM-Phase (REM: Englisch, bedeutet Rapid Eye Movement, zu Deutsch: schnelle Augenbewegung) kommen, wird es richtig spannend: Unsere Muskeln werden lahmgelegt, damit uns bei möglichen Bewegungen im Schlaf nichts passiert. Tatsächlich träumen wir nur ein paar Minuten, dann ist der REM-Schlaf auch schon vorbei, und der erste Schlafzyklus ist damit abgeschlossen. Das Ganze- also Leicht-, Tief- und REM-Schlafphase- wiederholt sich in der Nacht vier- bis fünfmal.  Morgens wird der Tiefschlaf weniger und dafür der REM-Schlaf mehr- und wenn wir durch einen Wecker aufgeweckt werden, dann können wir uns manchmal auch noch an einen Traum erinnern.  

Luzides Träumen

Eine ganz besondere Art des Träumens ist das Klarträumen, auch Luzides Träumen genannt. In diesem ist der Träumer sich bewusst, dass er träumt, so kann er bewusst handeln. Das kann jeder Mensch lernen. Menschen, die mit verschiedenen Techniken gezielt Klarträume erleben können, werden Oneironauten (Griechisch oneiros: der Traum und nautes: der Seefahrer) genannt. Wissenschaftlich bewiesen wurden die Klarträume, indem man vorab mit den Test-Personen einen Code ausgemacht hatte. Im Gegensatz zu allen anderen Körperteilen hat man während des Traums die Kontrolle über die Augen, d.h. wenn man im Traum nach links schaut, schaut man auch in Wirklichkeit nach links. Wenn die Träumer sich ihres Traums bewusst wurden, haben sie den Code ausgeführt. Klarträume kann man tatsächlich auch nutzen (und nicht nur, um sich endlich den Wunsch vom Fliegen zu erfüllen). Auch Sportler nutzen das Klarträumen, um komplexe Bewegungsabläufe zu erlernen und zu trainieren, außerdem wird es in der Psychotherapie eingesetzt, um Albträume zu behandeln.                                                                                 
 

Auch Tiere träumen, um ihren Tag zu verarbeiten. Zwar wurde das Schlafverhalten vieler Arten noch nicht genau erforscht, jedoch weiß man, dass beispielsweise Hunde oder Katzen wilde, bewegte Träume haben, in denen sie manchmal sogar bellen, fauchen oder die Beine bewegen. 

Wenn wir in diesem Artikel zu oft das Wort ,,träumen“ verwendet haben, dann tut es uns sehr leid. Schreibt uns gerne Ersatzwörter, wir kennen nämlich keine.

Magdalena, Lena und Miriam

Quellen: Dein Spiegel, Ausgabe Nr. 12 2018

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